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Raus aus dem Haifischbecken!

18.01.2017

Jeden Monat das gleiche

„Verfluchter Mist!“ Lukas Herrmann haut mit der Faust auf den Tisch. „Schon wieder läuft die BWA ins Minus, ich kapier´ das einfach nicht.“ Irgendwas muss an der Kalkulation nicht stimmen – aber was?

Herrmann hat vor zehn Jahren den väterlichen Fertigungsbetrieb übernommen. Metallverarbeitung. Zulieferer für die ganz Großen. Früher lief alles wie von selbst. Die Auftragsbücher Monate im Voraus randvoll. Volle Auslastung. Werbung? Brauchte der Gründer damals nicht. Der gute Ruf eilte voraus. Mehr als 50 Mitarbeiter hatte er damals vom Vater übernommen. Und heute? Die Belegschaft inzwischen auf 23 Mann halbiert, ein erbarmungsloser Preiskampf drückt die Margen immer weiter in den Keller. Der Betrieb stand schon zweimal in den letzten fünf Jahren nah am Abgrund. Verdammtes Haifischbecken!

Auf und ab - immer wieder

Dieses ewig Auf- und Ab macht ihm schwer zu schaffen. Phasen mit Auftragsflauten wechseln sich ständig mit Auftragsspitzen ab. Mal ist der Betrieb so unterbesetzt, dass er selbst in der Produktion mit anpacken muss, dann gibt es immer wieder Phasen, in denen er das Gefühl hat, seine Leute mit durchschleppen zu müssen. Herrmann fühlt sich leer und ausgemergelt. Der letzte Urlaub ist schon ein Jahr her. An den Wochenenden arbeitet er durch – meistens. Die Frau beschwert sich ständig, dass er für die Familie keine Zeit hat. Und im Betrieb herrscht oft schlechte Stimmung. Letztens musste er wieder das Weihnachtsgeld kürzen. Das kam überhaupt nicht gut an. Hinter seinem Rücken lästern sie schon, dass er den Laden nicht im Griff hat. Wenn die wüssten … Manchmal möchte er einfach die Tür abschließen und alles hinter sich lassen. Doch was dann?

Das Erlebnis mit dem Schulfreund Peter

Wie war das noch auf der Messe vor zwei Wochen? Er hatte den alten Schulfreund Peter wieder getroffen. Der war zwei Jahre älter als Lukas, aber sah irgendwie viel jünger aus, so voller Energie. Als er ihm berichtete, dass er ebenfalls einen Fertigungsbetrieb übernommen und ihn von sieben auf 82 Mitarbeitern gebracht hatte, war Lukas regelrecht perplex. Wie jetzt? In der Metallverarbeitung? Bei diesen kaputten Margen? In diesem Haifischbecken?


(Bildnachweis: Kathrin Antrak_pixelio.de)

Peter hatte ihm irgendwas von strategischem Vorgehen erzählt und davon, dass er sich auf das größte Problem einer einzigen Zielgruppe spezialisiert habe. Ganz schön riskant, hatte Lukas gedacht, aber Peter hatte ihm gesagt, dass ihm diese Strategie erlaubt habe, das Haifischbecken komplett zu verlassen. Angeblich hat er so gut wie keine Wettbewerber, erzielt daher angemessene Preise und die Kunden sind auch noch dankbar dafür. Lukas Herrmann war verwirrt gewesen. Das soll funktionieren? Aber Peters Betrieb war der offenkundige Beweis dafür. Vielleicht war ja doch was dran, an diese Spezialisierung. Doch wie sollte er damit anfangen? Wen könnte er danach fragen …?

Das Haifischbecken verlassen

In wem erkennst Du Dich wieder: In Lukas oder in Peter? Willst Du ebenfalls raus aus dem Haifischbecken? Willst Du auch zum Spezialisten für Deine Zielgruppe werden? Wie stark ist Dein strategisches Denken und Handeln ausgeprägt?

Um das herauszufinden, kannst Du Dir eine kurze und kostenfreie Checkliste mit 10 Fragen anfordern. Schreib mir dazu unverbindlich eine Mail mit dem Betreff „Checkliste strategisches Denken und Handeln“ an info@hpw-gmbh.de

Fei nach Erich Kästner zitiert: "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!"

Ich wünsche Dir viel Spaß und gute Erkenntnisse beim Ausfüllen der Checkliste.

 

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