Das Problem im Maschinenbau
Stellen Sie sich vor, Sie fertigen auf Ihrem CNC-Bearbeitungszentrum (z.B. DMU 50) 6 Bauteile aus Aluminium, die jeweils 500 M6-Sacklochgewinde benötigen – also insgesamt 3.000 Gewinde. Bisher läuft der Prozess klassisch ab:
- Kernloch bohren (Ø 5,0 mm mit VHM-Bohrer).
- 90°-Senkung erzeugen (mit HSS-Kegelsenker).
- Gewinde schneiden (mit HSS-E-Gewindebohrer M6).
Die Herausforderungen bei 3.000 Gewinden:
- Drei Werkzeuge pro Gewinde → 3.000 Werkzeugwechsel und enorme Nebenzeiten.
- Risiko von Werkzeugbruch (besonders beim Gewindebohren) → Ausschuss und Nacharbeit bei 3.000 Gewinden.
- Höhere Kosten durch mehrere Werkzeuge, längere Bearbeitungszeit und Maschinenbelegung.
Die Lösung: Bohrgewindefräsen mit einem VHM-Bohrgewindefräser (M6) – alles in einem Arbeitsgang pro Gewinde.
Wirtschaftlichkeitsvergleich für 3.000 M6 Sacklochgewinde in Aluminium
Annahmen:
- Maschine: DMU 50 (5 Jahre alt, Heidenhain-Steuerung, Einschichtbetrieb
- Maschinenstundensatz: 110 €/h (realistisch für gut ausgelastete DMU 50)
- Werkzeuge:
– Klassisch: VHM-Bohrer (66 €) + HSS-Kegelsenker (31,10 €) + HSS-E-Gewindebohrer (35,60 €) = 132,70 €
– Fräsen: VHM-Bohrgewindefräser (370 €)
Vergleich: Klassischer Prozess vs. Bohrgewindefräsen
| Kostenfaktor | Klassischer Prozess | Bohrgewinde fräsen | Vorteil |
| Werkzeugkosten | 132,70 € | 370,-€ | + 237,30 |
| Maschinenzeit | 4,5-5 Std. | ca. 3,9 Std. | -0,6-1,1 Std. |
| Maschinenkosten (110 €/h) | 495-550 € | 431,75 € | -63-118 € |
| Rüstkosten | 50-150 € | 0 € | -50-150 € |
| Programmierung | 50-100 € | 20-50 € | -30-50 € |
| Ausschussrisiko | Hoch (z.B. 1-5% = 300-1.500€) | Kein Risiko | 300-1.500 € |
Gesamtkosten:
- Klassisch (ohne Ausschuss): 727,70 – 882,70 €
- Bohrgewindefräsen (ohne Ausschuss): 821,75 – 851,75 € (fast gleich, aber mehr Sicherheit)
- Klassisch (mit 1% Ausschuss): 1.027,70 – 1.182,70 €
- Bohrgewindefräsen (kein Ausschuss): 821,75 – 1.182,70 € (ca. 200 – 360 € Ersparnis)
Warum Bohrgewindefräsen bei 3.000 M6 Sacklochgewinden die bessere Wahl ist
1. Wirtschaftlichkeit: Geringere Gesamtkosten bei Ausschussrisiko
Mit einem VHM-Bohrgewindefräser sparen Sie bei 3.000 Gewinden:
- Weniger Werkzeugwechsel → keine 3.000 Werkzeugwechsel (nur 1 Werkzeug für alle Gewinde).
- Kürzere Maschinenzeit → ~0,6–1,1 Stunden Zeitersparnis (bei 110 €/h = 66–121 € Ersparnis).
- Keine Rüstkosten → 50–150 € Ersparnis (kein Wechsel zwischen Bohrer, Senker und Gewindebohrer).
Beispielrechnung für 3.000 M6-Sacklochgewinde in Aluminium:
- Klassischer Prozess (ohne Ausschuss): 727,70–882,70 €
- Bohrgewindefräsen (ohne Ausschuss): 821,75–851,75 € (fast gleich, aber mehr Sicherheit)
- Klassischer Prozess (mit 1% Ausschuss): +300 € → 1.027,70–1.182,70 €
- Bohrgewindefräsen (kein Ausschuss): 821,75–851,75 € → ~200–360 € Ersparnis
Bohrgewindefräsen ist ab 1% Ausschuss beim klassischen Fertigungsprozess oder bei hohen Rüstkosten die wirtschaftlichere Wahl!
2. Prozesssicherheit: Kein Ausschuss bei 3.000 Gewinden
Beim Gewindebohren kann es bei 3.000 Gewinden zu Werkzeugbrüchen kommen. Besonders bei Bauteilen mit hohen Qualitätsanforderungen. Das führt zu:
- Ausschuss (Bauteile sind nicht mehr zu retten).
- Nacharbeit (zeitaufwendig und teuer).
- Verzögerungen (Liefertermine sind gefährdet).
Mit Bohrgewindefräsen:
- Kein Risiko von Werkzeugbruch → kein Ausschuss bei 3.000 Gewinden.
- Geringere Schnittkräfte → schonendere Bearbeitung, auch bei dünnwandigen Bauteilen.
- Wiederholgenauigkeit → jedes der 3.000 Gewinde ist gleichmäßig und präzise.
3. Effizienz: Ein Werkzeug für alle 3.000 Gewinde
Ein VHM-Bohrgewindefräser (M6) kann für alle 3.000 Gewinde eingesetzt werden:
- Kernloch bohren (Ø 5,0 mm).
- 90°-Senkung erzeugen.
- Gewinde fräsen – alles in einem Arbeitsgang pro Gewinde.
- Ohne Drehrichtungswechsel arbeiten → schnellere Zykluszeiten für 3.000 Gewinde.
Ideal für:
- Große Serien (wie hier 3.000 Gewinde).
- Automatisierte Fertigung (kein manueller Eingriff nötig).
- Hohe Qualitätsanforderungen (z. B. im Maschinenbau).

- Werkzeug fährt auf Startposition zentrisch über die Gewindeposition
- Bohren des Kernlochs mit Ansenkung der 90° Fase
- Rückzug des Werkzeugs aus der Bohrung zum Entspanen
- Verfahren auf Startposition des Gewindefräszyklus
- Beginn des Gewindefräsens mit Einfahrschleife
- Fräsen des Gewindes
- Beenden des Gewindefräsvorganges mit einer Ausfahrschleife
- Verfahren auf Startposition und beenden des Bearbeitungsvorgangs
Kunden-Feedback: Bohrgewindefräser im Einsatz
Der Abteilungsleiter eines Werkzeugbaus hatte von uns einen Bohrgewindefräser getestet. Aus Datenschutzgründen geben wir sein Feedback nicht im Original, sondern als Zitat wieder:
„Der Bohrgewindefräser ist das Beste, was uns passieren konnte. Wir haben ihn ständig im Einsatz und bisher weit über 1.500 Bohrungen gemacht. Das Werkzeug weist bisher keinerlei Verschleißerscheinungen auf. Wir beabsichtigen weitere Abmessungen und Reservewerkzeuge zu bestellen.“
Fazit: Bohrgewindefräsen lohnt sich für Ihre Fertigung
Wenn Sie (wie in diesem Beispiel) 6 Bauteile mit je 500 M6 Sacklochgewinden (insgesamt 3.000 Gewinde) in Aluminium auf einer DMU 50 fertigen, ist Bohrgewindefräsen die wirtschaftlichere, sicherere und effizientere Lösung:
- Geringere Gesamtkosten ab 1% Ausschuss oder bei hohen Rüstkosten.
- Kürzere Bearbeitungszeiten (keine 3.000 Werkzeugwechsel, weniger Nebenzeiten).
- Mehr Prozesssicherheit (kein Ausschuss, keine Überraschungen).
- Bessere Qualität (präzise Gewinde, wiederholgenau).
Ihr nächster Schritt: Prüfen Sie das Potenzial für Ihre Fertigung!
Sie möchten wissen, ob Bohrgewindefräsen auch in Ihrem Betrieb Kosten spart und die Qualität bei der Serienfertigung von Gewinden steigert?
Wir helfen Ihnen gerne mit einer individuellen Analyse!




