Unser Kunde suchte nach einer Lösung, um seinen Fertigungsprozess zu optimieren und zu beschleunigen. Die Herausforderung: Ein Werkzeug, das mehrere Arbeitsschritte in einem kombiniert.
Ausgangssituation
Der Kunde bearbeitet regelmäßig Bauteile aus Aluminium, bei denen eine Bohrung von Ø 52 auf Ø 55 mm mit einem Übergangsradius erforderlich ist. Bisher wurden dafür zwei separate Werkzeuge eingesetzt: ein Bohrwerkzeug und ein Sonder-Schaftfräser. Ziel war es, die Arbeitsgänge des Bohrens zu kombinieren und so die Prozesszeit zu verkürzen.
Bedenken des Kunden
Die eigentliche Fertigung eines solchen Sonderwerkzeugs war nicht die größte Hürde. Die Herausforderung lag vielmehr in der Ausführung:
Statt nur zwei Arbeitsgänge zu kombinieren, ermöglicht das neue Werkzeug die Bearbeitung aller drei Schritte in einem Durchgang:
- Das Werkzeug musste aufgrund der Bauteilgeometrie 370 mm lang sein.
- Gleichzeitig durfte es im Einsatz keine Vibrationen verursachen, um die Qualität der Bearbeitung nicht zu beeinträchtigen.
Lösungsansatz
Gemeinsam mit unseren Experten haben wir uns intensiv mit der Aufgabenstellung beschäftigt und mehrere Lösungsvorschläge erarbeitet. Das Ergebnis: ein Werkzeug, das die Erwartungen des Kunden übertraf.
Statt nur zwei Arbeitsgänge zu kombinieren, ermöglicht das neue Werkzeug die Bearbeitung aller drei Schritte in einem Durchgang:
- Beide Bohrungen werden in einem Arbeitsgang durchgeführt.
- Gleichzeitig wird der Radius angefräst.
Auch die Bedenken des Kunden bezüglich Länge und Vibrationen konnten wir ausräumen. Durch die optimale Kombination aus Grundwerkstoff, Wendeplatten und Geometrie entstand ein Werkzeug, das alle Anforderungen erfüllt.
Das Ergebnis
Das Werkzeug überzeugte bereits beim ersten Einsatz:
- Einsparungen: Der Kunde spart sich den Einsatz von einem Bohrer und einem Fräser sowie Werkzeugwechselzeiten von ca. 2 Minuten pro Bauteil.
- Zeitersparnis: Die Bearbeitungszeit der Bohrung reduzierte sich von 1 Minute 45 Sekunden auf nur noch 30 Sekunden – eine Zeitersparnis von über 70%.
- Qualität: Da die drei Arbeitsgänge nun aufeinander abgestimmt sind, ist jede Bohrung exakt gleich. Zudem sorgt der Fräsvorgang mit Wendeplatten für eine deutlich bessere Oberfläche.
Das Werkzeug im Einsatz
Die Amortisation
Der Kunde hatte zunächst berechnet, dass sich die Investition innerhalb von 6 Monaten amortisieren würde. Bei einer genaueren Prüfung seiner Aufträge stellte sich jedoch heraus, dass das Sonderwerkzeug auch für ähnliche Bauteile eingesetzt werden konnte. Diese Möglichkeit wurde direkt in die Fertigungsplanung integriert – mit dem Ergebnis, dass sich die Investition bereits nach 3 Monaten rentierte. So konnte der Kunde seine Ertragslage schneller als geplant verbessern.
Hinweis zur Aktualisierung:
Dieser Beitrag wurde am 05.05.2026 überarbeitet, um die Lesbarkeit, Präzision und Zielgruppenorientierung zu verbessern. Die technischen Inhalte und Ergebnisse bleiben unverändert.
Rundum Sorglos Paket
Bei der Zusammenarbeit mit Ihnen ist uns wichtig, dass Sie sich auf Ihre Kernaufgaben konzentrieren können. Wir entlasten Sie – mit Lösungen, die Zeit und Kosten sparen.
So arbeiten wir:
- Ihre Anforderungen klären: Ob Rüstzeiten, Werkzeugwechsel oder Oberflächenqualität – wir besprechen Ihre konkreten Herausforderungen (vor Ort oder per Call).
- Alles dokumentieren: Ihre Wünsche und Rahmenbedingungen halten wir nachvollziehbar fest – für Reproduzierbarkeit und Transparenz.
- Lösung erarbeiten: Wir entwickeln ein praktikables Konzept – Sie prüfen, ob es für Ihren Betrieb passt und rentabel ist.
Wir unterstützen Sie bei:
- Werkzeugeinsatz-Optimierung (z. B. Reduzierung von Rüstzeiten, Vibrationsminimierung, kombinierte Arbeitsgänge)
- Sonderwerkzeuge für die Zerspanung (z. B. Formfräser, Stufenwerkzeuge, Senkwerkzeuge)
- Prozessoptimierung (z. B. Zeitersparnis durch angepasste Spannmittel oder Werkzeugwechselstrategien)
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