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Steigerung der Produktivität um 400%

07.03.2019

Ein Unternehmer aus der Lohnfertigung hat uns um Unterstützung gebeten, da er die Fertigungszeiten bei einem wiederkehrenden Auftrag reduzieren musste.

Das Ergebnis war überwältigend!

Zu lange Laufzeiten blockieren die Maschine

Die Ausgangsituation: Das Unternehmen hat vom Kunden einen Auftrag erhalten, wo pro Monat 75 Bauteile gefertigt und geliefert werden sollen.

In den Bauteil waren zwei Konturen zu fertigen, die ziemlich viel Zeit in Anspruch nahmen.

Bauteil-hpw-hagelberg-sonderwerkzeug

Bisher wurde die Kontur vorgebohrt, die Kontur gefräst, dass Bauteil dann umgespannt und wieder die Kontur gefräst.

Alles in allem hatte das Bauteil eine Laufzeit von ca. 2 Stunden.

Da es sich um einen Einschicht-Betrieb handelt, konnten so (rein rechnerisch) 4 Bauteile am Tag gefertigt werden. Durch die nötigen Rüst- und Werkzeugwechselzeiten, war dies nicht jedoch nicht machbar.

Rechnet man die 2 Stunden Fertigungszeit auf den Monat hoch, war es also ganz knapp möglich den Auftrag abzuarbeiten und die Teile auszuliefern.

Das Problem: Die Maschine wäre zu 100% mit diesem Auftrag ausgelastet. Weitere Aufträge die auf der Maschine gefertigt werden müssen, standen in der Warteschleife.

Investition in neue Maschine vs. Optimierung

Die erste Überlegung des Kunden war, in eine neue Maschine zu investieren, um die Auftragsspitzen abzudecken.

Einige Punkte haben den Inhaber jedoch abgeschreckt:

  • Die Kapitaldecke war recht dünn
  • Die Unsicherheit, ob der Kunde die Aufträge auch weiterhin bei ihm platziert
  • Die langen Lieferzeiten der Maschinenhersteller

Vor dem Hintergrund haben wir dann überlegt, wie der Auftrag zu optimieren ist.

Ursprünglich war angedacht ein Sonderwerkzeug einzusetzen, dass eine Fertigung der Kontur in einer Aufspannung ermöglicht.

Nach Rücksprache mit unserem Hersteller, sind wir davon jedoch abgekommen. Stattdessen haben wir ein Werkzeug entwickelt, dass die Kontur in einem Arbeitsgang erledigt.

Das Vorbohren und Umspannen des Bauteils war weiterhin notwendig.

Der Engpass an der Maschine löst sich auf

Durch den Einsatz des Sonderwerkzeugs konnte so der Arbeitsschritt pro Bauteil um 1,5 Stunden auf 30 Minuten reduziert werden! Das hatte zur Folge, dass theoretisch, alle 75 Bauteile in einer Woche gefertigt werden konnten.

Der Kunde ist zunächst auf Sicht gefahren und hat 1,5 Wochen für den Auftrag eingeplant. Weitere Optimierungen wollte er angehen, wenn weitere Erfahrungen mit dem Werkzeug gemacht wurden.

Das Ergebnis:

  • Die Produktivität bei diesem Auftrag hat sich um den Faktor 4 erhöht
  • Die Lieferzeiten der Bauteile konnten locker eingehalten werden
  • Die freie gewordene Kapazität der Maschine konnte für weitere Aufträge genutzt werden
  • Die Ertragslage für das Unternehmen hat sich verbessert
  • Der Inhaber musste nicht in eine neue Maschine investieren

Fragen an den Leser

  • Wo sehen Sie in Ihrer Fertigung Verbesserungspotential?
  • Welche Aufträge fertigen Sie in regelmäßigen Abständen, die Sie noch nicht auf Verbesserungen untersucht haben?
  • Welche Ihrer Maschinen sind das "Nadelöhr" in der Fertigung  und verhindern so einen schnelleren Durchsatz Ihrer Bauteile?

Wenn ich Sie bei Ihrem Vorhaben, die Ertragslage Ihres Unternehmens zu steigern, unterstützen kann

  • schreiben Sie mir unverbindliche eine E-Mail
  • rufen Sie an + 49 22 33/80 80 770

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