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Längere Standzeiten senken die Werkzeugkosten um 50%

13.09.2019

In diesem Praxis Beispiel wird dargestellt, dass ein niedriger Preis des Werkzeugs nicht die Einsparung bringt, wie es auf den ersten Blick aussieht.

Im Einkauf wird das Geld verdient - ist das wirklich so?

In meiner täglichen Praxis erlebe ich immer wieder, dass die Kunden beim Kauf eines Werkzeugs zunächst auf den Preis schauen. In fast jedem Gespräch höre ich das Argument "Bei der Firma XY kostet das Werkzeug 30% weniger. Wenn ich dort kaufe, spare ich viel Geld ein."

Wenn ich z. B. Lebensmittel wie Milch, Eier, Obst und Gemüse, Kaffee etc. einkaufe, stimme ich der Aussage zu. Diese Produkte des täglichen Bedarfs kann ich im Supermarkt A oder B kaufen. Unter Umständen bieten beide Märkte die Produkte desselben Herstellers an. Dann kann ich tatsächlich 1:1 vergleichen und beim Einkauf Geld sparen.

Beim Werkzeug, das jedoch ein Produktionsmittel ist, zählen zudem weitere Faktoren, die zur Produktivität und Wertschöpfung und somit zur Kostensenkung beitragen.

Fokus ausschließlich auf die Werkzeugkosten

Schon vor 5 Jahren habe ich mit einem Kunden über den Einsatz von Sägebändern gesprochen. Mit den vorhandenen war der Mitarbeiter an der Maschine nicht so zufrieden, da die Standzeit viel zu gering war.

Dies hatte zur Folge, dass

  • das Schnittergebnis nicht so gut war
  • die Sägebänder öfter gewechselt werden mussten
  • die Maschine öfter Stillstand hatte
  • die Sägebänder öfter nachbestellt werden mussten

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Ich habe mir über Alternativen Gedanken gemacht und ein entsprechendes Angebot abgegeben. Der Preis pro Sägeband war fast doppelt so teuer, wie das bisherige.

Meine Empfehlung, eine Verpackungseinheit an Sägebändern zu kaufen um die Leistung zu testen, wurde ignoriert - man hatte den Fokus nur auf den Preis gelegt.

Vor einiger Zeit sprach mich ein weiterer Mitarbeiter des Kunden auf die Sägebänder an, da er zusätzliche Säge-Aufträge erhalten hatte.

Erhöhte Standzeiten senken die Werkzeugkosten

Aufgrund der Auftragslage musste der Kunde aktiv werden, da der Einsatz der bisherigen Sägebänder den Arbeitsablauf erheblich störte.

Diesmal wurde eine Verpackungseinheit bestellt und auf Herz und Nieren geprüft.

Das Ergebnis:

  • Im bisherigen Produktionszeitraum wurden ca. 100 Sägebänder verbraucht
  • Künftig werden nur noch ca. 30 Sägebänder gebraucht

In Zahlen dargestellt:

  • Einkauf alte Sägebänder ca. 1.800,- EUR
  • Einkauf neue Sägebänder ca. 892,- EUR
  • Kostenersparnis bei den Werkzeugen ca. 50%
  • Einsparung an Sägebändern 70%

Weitere Vorteile:

  • Weniger Bestellzyklen
  • Weniger Lagerkosten
  • Bessere Schnittergebnisse

Fazit: Im Fertigungs-Alltag wird das Geld an der Maschine verdient.

Hier noch ein paar Impressionen der Sägebänder:

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